
Auch in diesem Jahr erwarten uns 2 Tage voller Diskussionen, mit Workshops, Gesprächen, Lesungen und natürlich viel Musik. Das ist Juttas Festival. Zum dritten Mal laden wir auf den Gutshof Neuendorf im Sande, bei Fürstenwalde in Brandenburg ein.
Organisatorisches steht ganz unten, hier erstmal das komplette Programm:
Freitag, 17. Juli
16:00 Treffpunkt am Ohr
Führung zur jüdischen Geschichte
Ab 1932 war der Gutshof als „Landwerk Neuendorf“ ein jüdisches Ausbildungslehrgut. Ursprünglich mit dem Ziel der Eingliederung arbeitsloser jüdischer Jugendlicher in den deutschen Arbeitsmarkt gegründet, galt das Ausbildungsziel ab der Machtübernahme der Nazis am 30. Januar 1933 der Auswanderung. Ab 1941 war das Gut Zwangsarbeiter- und Deportationslager. Eine Führung zur Historie mit Julia Cartarius
16 Uhr – 18 Uhr Feuerwehrzelt
Töpfern fürs EidechsenParadies
Auf einer Brache auf dem Gutshof in Neuendorf im Sande entsteht nach und nach auf Initiative des Vereins Naturschutz im Sande e.V. und mit Hilfe von Natuschutzexpert_Innen ein EidechsenParadies, welches nicht nur für unsere kleinen Freunde fantastische Zustände ermöglicht. Wir töpfern zur Erweiterung des „Naturschutz-Skulpturenparks“.
Ein Workshop mit Robert Abts, LandKunstLeben e.V.
16:00 – 17:30 Bullenstall
Wie umgehen mit rechtsextremen Übergriffen in der Gemeinde?
Mit dem Erstarken einer rechtsextremen Partei bei Landtags- und Kommunalwahlen haben auch in der Gemeinde Steinhöfel Übergriffe von Rechtsextremen zugenommen. Wie gehen die Betroffenen, aber auch Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik damit um?
Diskussion mit Arnold Bischinger (Kulturscheune Neuendorf) Markus Haastert (Thierbachshof Steinhöfel), Rahel Rietzl (Pfarrerin) und Ines Kramarić (Haus des Wandels Heinersdorf) Moderation: Tanja Tricarico
17:30 Uhr – 18:45 Feuerwehrzelt
Esthers Spuren – Lesung mit Benet Lehmann
Esther Bejarano war im April 1943 als junges Mädchen von Neuendorf aus nach Auschwitz deportiert worden. Sie hat überlebt und später ihr Leben dem Antifaschismus und der Aufklärung verschrieben. Im Mai 2021 spielte sie, sechs Wochen vor ihrem Tod, ihr letztes Konzert auf dem Gutshof Neuendorf. Benet Lehmann, Jahrgang 1997, hat Esthers Geschichte recherchiert, hat oft mit ihr gesprochen, solange das ging, und ein Buch über sie geschrieben. Wir wollen einige Teile davon hören und darüber diskutieren, was Kern und Aufgabe von Erinnerung heute ist. Moderation: Bernd Pickert
17:30 – 18:45 Bullenstall
Presenting Bridges גשרים Brücken الجسور
the Israeli-Palestinian literary magazine
(english only)
„Bridges“ was born out of a simple question Mati Shemoelof and Yosi Lampel asked themselves in Berlin: what can be done from here, while Gaza is destroyed and the West Bank sinks deeper into crisis. The two had met in Israel while documenting home demolitions in the West Bank and the Jordan Valley — Mati through „Rabbis for Human Rights“, Yosi as an activist with Dharma Social Engagement. Together with Thaer Ayoub, a Palestinian-Syrian poet, they founded the magazine. Today they will read some poems and texts from the magazine and have a conversation about the current situation in the West Bank and their shared work — how three people from different backgrounds ended up making something together, and why.
ab 18 Uhr Essenszelt
Abendessen mit köstlicher, großenteils veganer Küche!
18.55 Uhr Bühne an der Alten Tanke
Eröffnung von Juttas Festival 2026
19:00 Bühne an der Alten Tanke
Davagariko
Mit modernen Instrumenten und einem sehr eigenwilligen persönlichen Stil interpretiert Davagariko – die unter ihrem früheren Namen Entre Mares schon einmal in Neuendorf aufgetreten sind, die jahrhundertealten Songs der sephardischen Juden_Jüdinnen, die von der iberischen Halbinsel vertrieben wurden und sich rund ums Mittelmeer und das Schwarze Meer neu ansiedelten. Es sind Lieder voller Nostalgie únd Schmerz, Liebe und Hoffnung.
20:30 Bühne an der Alten Tanke
Ajvar
Ajvar kehrt nach Neuendorf im Sande zurück – dieses Mal in vollständiger Besetzung, die die ganze Bandbreite dieser vielseitigen Formation zeigt. Ajvar verleiht der Balkanmusik eine ganz eigene Note: Sorgfältig ausgewählte traditionelle Stücke treffen auf frische Eigenkompositionen. Es entsteht ein Sound, der tiefes stilistisches Verständnis mit mutigen, geschmackvollen Einflüssen aus anderen Genres verbindet.
22:00 Bühne an der Alten Tanke
Microphone Mafia
Seit 2008 ist das Rapduo Rossi Pennino und Kutlu Yurtseven, „Microphone Mafia“, mit der Holocausüberlebenden Esther Bejarano und ihrem Sohn Joram Bejarano durch Deutschland gereist. Esther Bejaranos letztes Konzert spielten sie zusammen 2021 in Neuendorf – wenige Woche später verstarb Esther im Alter von 96 Jahren. Ihre Verbindung zu diesem Ort, an den Esther Bejarano 80 Jahre zuvor als Zwangsarbeiterin gekommen war, hat die Microphone Mafia aufrechterhalten – und wir freuen uns riesig, dass Rossi und Kutlu wieder da sind!
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Samstag, 18. Juli
ab 8:30 Essenszelt
Frühstück mit herzhaften und süßen Leckereien
11:00 Treffpunkt am Ohr
Führung zur jüdischen Geschichte
Ab 1932 war der Gutshof als „Landwerk Neuendorf“ ein jüdisches Ausbildungslehrgut. Ursprünglich mit dem Ziel der Eingliederung arbeitsloser jüdischer Jugendlicher in den deutschen Arbeitsmarkt gegründet, galt das Ausbildungsziel ab der Machtübernahme der Nazis am 30. Januar 1933 der Auswanderung. Ab 1941 war das Gut Zwangsarbeiter- und Deportationslager. Eine Führung zur Historie mit Bernd Pickert
11:00 – 12:30 Bullenstall
Wie entstehen Fake News? Ein Rollenspiel mit Diskussionsbedarf
Wer vor dem Kirchturm in Neuendorf i. Sande steht, sieht, dass dieser früher mal deutlich höher war. Aber wie hoch er war, ist nicht bekannt. Warum ist der Turm 1938 gekürzt worden? Wer oder was steckte dahinter? Warum weiß man so wenig darüber? Um diese Geschichte werden sich im workshop verschiedene (wahre und falsche) Erzählungen ranken, die kursieren. Die Teilnehmenden übernehmen temporär eine Rolle, eine Sichtweise und/oder ein bestimmtes Interesse, die sie vertreten. Mit Gabi Moser, Ev. Jugendarbeit im Kirchenkreis Oderland-Spree
11:00 bis 11:45 Feuerwehrzelt
Akustische Stolpersteine
Wir erinnern an die drei ehemaligen Bewohnerinnen des Landwerks Neuendorf Jutta Baumwol, Clara Grunwald und Charlotte Joel. Für jede von ihnen haben wir einen Akustischen Stolperstein komponiert.
Mit Marion Fabian und Maria Chahsent-Darko
12:00 – 13:00 Bühne an der Alten Tanke
Was ist das Matriarchat?
Matriarchale Gesellschaften sind egalitäre Gesellschaften,in denen Gewalt keinen Wert hat. Sie zeigen, dass ein friedliches Miteinander zwischen Menschen untereinander und zwischen Menschen und Natur möglich ist. Was kennzeichnet matriarchale Gesellschaften?
Ein Vortrag mit Diskussion von Elisabeth Berger
ab 13:00 Essenszelt
Mittagessen mit größtenteils veganen Köstlichkeiten
13:00 – 14:00 Bullenstall
Lernort Neuendorf im Sande
Wie hängen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen? Und wie kann das ehemalige Landwerk Geschichte heute neu vermitteln? Julia Cartarius und Katharina Vorbau vom Verein Geschichte hat Zukunft – Neuendorf im Sande e.V. berichten über ihre pädagogische Arbeit für Schulen und Jugendbildungseinrichtungen auf dem Gutshof
13:00 – 14:00 Bühne an der Alten Tanke
Aufrüstung, Bedrohungsszenarien – Wehrpflicht?
Seit der Ausrufung der „Zeitenwende“ durch den damaligen SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz nur Tage nach dem Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine am 24. Februar 2022 hat sich die Debatte um die Rolle des Militärischen grundlegend verändert. Nicht nur sind seither die Ausgaben fürs Militär massiv gestiegen – auch die Wiedereinführung der seit 2011 ausgesetzten Wehrpflicht ist im Gespräch, und die ersten Schritte auf dem Weg sind schon gegangen. Rückkehr zum deutschen Militarismus, angetrieben von Gewinninteressen der Rüstungskonzerne oder eine notwendige Verteidigung der demokratischen Freiheiten gegen autoritäre Bedrohung von außen? Wie das zu bewerten ist und was die Debatte mit jungen Leute macht, diskutieren Melina Stritzke (Linksjugend Fürstenwalde), Noah Hoherz (Jusos Oder-Spree) und Mattis Nowka (Grüne Jugend Fürstenwalde). Moderation Tanja Tricarico
Aktionen der Omas gegen Rechts – lasst euch überraschen!
13:30 – 14:00 Feuerwehrzelt
„Sprechen und Zuhören“
Wie geht es dir mit/in der Demokratie? „Sprechen und Zuhören“ ist ein von Mehr Demokratie e.V. entwickeltes Dialogformat. Es ist leicht umsetzbar und eine einfache Möglichkeit, um das demokratische Miteinander zu fördern. Die Teilnehmenden machen dabei die Erfahrung, dass sie reden dürfen, ohne unterbrochen zu werden. Jede Person ist wechselweise in jeder Rolle. Eine bereichernde Erfahrung, anwendbar auch in Gruppen mit unterschiedlich denkenden Personen. Workshop für bis zu 8 Personen von Maria Chasent-Darko und Elisabeth Berger
14:00 – 16:30 Bullenstall
Werde Stammtischkämpfer*in! Schnell und gezielt auf rechte und rassistische Parolen reagieren!
Ob im Büro, im Sportverein, im Familienkreis oder auf der Straße – wir alle kennen diese Situationen: Es fallen Sprüche, die uns sprachlos machen. Später ärgern wir uns. Wir hätten gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechte Hetze nicht einfach unkommentiert stehen lassen. Genau hier setzt das Stammtischkämpfer*innen-Seminar an. Es bestärkt Menschen darin, die Schrecksekunde zu überwinden, Haltung zu zeigen und klar zu machen: Rechte Parolen lassen wir nicht unwidersprochen! In Theorie und Praxis lernen wir, typische rechte Argumentationsmuster zu erkennen und ihnen überzeugend entgegenzutreten. Ein Workshop von Aufstehen gegen Rassismus!
14:00 – 15:30 Bühne an der Alten Tanke
How to Kommunalpolitik? Wie weit kommen wir mit linken Impulsen in der Gremienarbeit?
Seit fast zwei Jahren ist Eva Hoffmann für die Linke in der Gemeindevertretung Steinhöfel. Ob beim Thema erneuerbare Energien, Wohnen oder einer klaren Haltung gegen Rechts – linke Positionen stoßen oft auf Gegenwind und eine träge Verwaltung. Welche Spielräume gibt es, linke Politik auf kommunaler Ebene umzusetzen? Wo liegen die Grenzen? Ein Input und Austausch für alle, die sich in kommunalpolitischen Gremien engagieren – aber auch für alle, die gar nicht genau wissen, was das ist und trotzdem unterstützen wollen. Mit Eva Hoffmann
14:30 – 15:00 Feuerwehrzelt
„Sprechen und Zuhören“
Wie geht es dir mit/in der Demokratie? „Sprechen und Zuhören“ ist ein von Mehr Demokratie e.V. entwickeltes Dialogformat. Es ist leicht umsetzbar und eine einfache Möglichkeit, um das demokratische Miteinander zu fördern. Die Teilnehmenden machen dabei die Erfahrung, dass sie reden dürfen, ohne unterbrochen zu werden. Jede Person ist wechselweise in jeder Rolle. Eine bereichernde Erfahrung, anwendbar auch in Gruppen mit unterschiedlich denkenden Personen. Workshop für bis zu 8 Personen von Maria Chasent-Darko und Elisabeth Berger
15.30 – 17:00 Feuerwehrzelt
Heimaten und Zukünfte
In der Alten Brennerei in Heinersdorf eröffnet am 12.September das Museum für Heimaten und Zukünfte. Die Frage: Wie kann aktives Erinnern als Ausgangsbasis für vorstellbare Zukünfte dienen? In Zusammenarbeit mit dem Untergrundmuseum U144 (Berlin) entsteht eine Ausstellung. Aus Erinnerungsspaziergängen mit Lehrlingen und Arbeiter:innen aus Brennerei und ehemaliger Betriebsberufsschule (heute: Haus des Wandels), Workshops mit Heinersdorfer Schulkindern und mit der queeren Science Fiction Autorin Kes Otter Lieffe sind mehrsprachige Hörstücke entstanden. Andrea Vetter stellt das Museum vor und lädt zu einer kleinen Science-Fiction-Reise.
16:00 – 17:00 Bühne an der Alten Tanke
Lesung und Diskussion – Punk in Israel
Viele Punks der ersten Stunde in New York kamen aus jüdischen Familien. 1976 gründeten zwei Teenager in Haifa die erste Punkband Israels. Seit den 1990ern war die Szene von anarchistischen Gruppen dominiert, die radikale Kritik an zionistischer Politik übten. Heute werden viele dieser Bands boykottiert. Mit Ulrich Gutmair und Tina Sanders, Autor*innen
17:00 Treffpunkt am Ohr
Führung zur jüdischen Geschichte
Ab 1932 war der Gutshof als „Landwerk Neuendorf“ ein jüdisches Ausbildungslehrgut. Ursprünglich mit dem Ziel der Eingliederung arbeitsloser jüdischer Jugendlicher in den deutschen Arbeitsmarkt gegründet, galt das Ausbildungsziel ab der Machtübernahme der Nazis am 30. Januar 1933 der Auswanderung. Ab 1941 war das Gut Zwangsarbeiter- und Deportationslager. Eine Führung zur Historie mit Julia Cartarius
17:15 – 18:15 Bühne an der Alten Tanke
Neuköllner Brett – Literatur und anderer Bums
Die Berliner Lesebühne ist all das, was Literatur so sein soll – poetisch, nachdenklich, draufgängerisch, liebevoll, rotzig, rau, gut – und noch mehr. Mit Lucia Lucia, Ruth Fuentes und Jacinta Nandi.
18:00 – 19:30 Bullenstall
Film und Diskussion: „In den Seiten der Zeit – Ich leb‘ so gern“
In den Jahren 1929 bis 1948 dokumentierte die junge Berlinerin Gerda M. Meyer in kleinen Taschenkalendern alle Facetten ihres Lebens als NS-Verfolgte dieser Zeit. Ihre Urgroßnichte Ulrike Cordier fand die Tagebücher in Gerdas Nachlass und brachte diese Notizen in eine gedruckte Form. Der Film zeigt, wie sich Studierende der Alice Salomon Hochschule Gerda M. Meyers Leben nähern.
Im Anschluss Gespräch mit Ulrike Cournier
ab 18:30 Essenszelt
Abendessen mit größtenteils veganen Köstlichkeiten
19:30 Bühne an der Alten Tanke
Tayfun Guttstadt & – Shlomi Moto Wagner
In ihrem neu zusammengestellten Programm jüdischer Weltmusik nehmen Shlomi Moto Wagner und Tayfun Guttstadt ihr Publikum mit: von Mitteleuropa durch den Balkan und Anatolien bis in den Nahen Osten. Sie präsentieren Lieder auf Jiddisch, Ladino, Türkisch, Hebräisch, Aramäisch und Arabisch in eigenen neuen Arrangements mit Gitarre, Ney, Ukulele und Lavta. Eine musikalische Reise durch viele Sprachen, Melodien und Traditionen!
21:00 Bühne an der Alten Tanke
The Strauss/Warschauer Duo and Zilyin Biret
Drei der einflussreichsten und populärsten Klezmer-Musiker ihrer Generation präsentieren ein besonderes Konzert, gespeist aus den hör- und tanzbaren Traditionen des Klezmer und der jiddischen und chassidischen Musik. Mit Deborah Strauss (Geige, Gesang, Tanz) Cantor Jeff Warschauer (Gitarre, Cobza, Mandoline, Gesang) und Zilyin Biret (Klarinette, Trommel, Gesang)
22:30 Bühne an der Alten Tanke
Deniz Mahir Kartal – KafaNar
KafaNar ist eine Soloperformance des Multiinstrumentalisten Deniz Mahir Kartal. Ursprünglich aus Istanbul stammend und nun in Berlin zu Hause, baut er eine ästhetische musikalische Brücke zwischen dem Bosporus und der Spree. Mit KafaNar, einer aufregenden Mischung traditioneller Melodien mit modernen Loops und Rhythmen, lädt Deniz Mahir Kartal das Publikum ein, kulturelle Resonanz zu entdecken, wo Tradition und künstlerische Innovation in perfekter Harmonie aufeinandertreffen. Und natürlich: Zum Tanzen!
00:00 Zeitkapsel Kellerloch
After Show Party mit DJ Almanpunk
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Sonntag, 19. Juli
9:00 Essenszelt
Frühstück mit herzhaften und süßen Leckereien
11:00 Treffpunkt am Ohr
Führung zur jüdischen Geschichte
Ab 1932 war der Gutshof als „Landwerk Neuendorf“ ein jüdisches Ausbildungslehrgut. Ursprünglich mit dem Ziel der Eingliederung arbeitsloser jüdischer Jugendlicher in den deutschen Arbeitsmarkt gegründet, galt das Ausbildungsziel ab der Machtübernahme der Nazis am 30. Januar 1933 der Auswanderung. Ab 1941 war das Gut Zwangsarbeiter- und Deportationslager. Eine Führung zur Historie mit Julia Cartarius
Ausklang – bis zum nächsten Jahr!

Der Name des Festivals ist Jutta Baumwol gewidmet. Jutta kam 1941 als junges Mädchen zur Zwangsarbeit nach Neuendorf. Im April 1943 wurde sie zusammen mit den anderen verbliebenen „Neuendorfer“ Juden und Jüdinnen nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Prägend und beeindruckend ist ein Brief, den sie vor ihrem Tode an ihre Familie in Israel schicken konnte. „Bleibt stark, ich bin es auch“, steht dort geschrieben. Am Eingang des Gutshofes Neuendorf im Sande erinnert ein Denkmal an Juttas Schicksal und jedes Jahr am 4. Mai feiern wir ihren Geburtstag. Das Festival ist Juttas Mut und ihrer Geschichte gewidmet. Es steht für Verständigung, gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Art von Hass und Ausgrenzung, in Brandenburg und überall.
Traktormuseum am Dorfplatz
Stefan und Peter sind ein Stück lebende Geschichte hier auf dem Gutshof Neuendorf im Sande. Sie sind im Dorf aufgewachsen und haben in der DDR-Zeit im Volkseigenen Gut, das der Gutshof damals war, gearbeitet. 1994 war nicht nur die DDR Geschichte, sondern auch das Volkseigene Gut und mit ihm auch die dort verwendeten Landmaschinen. Stefan und Peter begannen diese zu sammeln und sich liebevoll um die Fahrzeuge zu kümmern. Und so haben sie mit der Zeiti hr „Traktormuseum“ aufgebaut. Stefan und Peter öffnen ihre Tore am Freitag ab 16 Uhr und am Samstag ab 14 Uhr. Schaut vorbei!
Anfahrt: hier (Bitte checkt vorher aktuelle Informationen der Deutschen Bahn/Odeg – leider gibt es auf der Strecke des RE1 immer wieder Bauarbeiten und Ersatzverkehr)
Übernachtung im Zelt oder eigenem Bulli auf der Zeltwiese möglich, rustikale Duschen und Toiletten sind vorhanden.
Die Bar ist eigentlich fast immer geöffnet, am Sonntag früh klingen wir mit einem leckeren Frühstück aus.
Wir verlangen keinen festen Eintritt, weil wir niemanden aus finanziellen Gründen ausschließen wollen, sind aber auf möglichst großzügige Spenden angewiesen! (Entweder beim Festival oder aufs Konto)
Ihr könnte auch ohne Anmeldung kommen, erleichtert uns aber mächtig die Planung, wenn ihr uns unter juttasfestival(at)geschichte-hat-zukunft.org kurz bescheid gebt.
Bringt eure Familie und eure Freund*innen mit, lasst uns zusammen ein großartiges, inspirierendes Wochenende verbringen!
Übrigens: Weil wir nicht alle den ganzen Tag nur den Kopf anstrengen können, gibt es auch nen Volleyballfeld, ne Tischtennisplatte, Cornhole, Wikingerschach u.a.
Wir sehen uns!!

